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Die vier Elemente Tour mit Freediving Madeira und Nik Linder


Wir starten oberhalb der Bucht von Machicos am „Pico do Facho“ (Fackelberg). Dort befindet sich ein alter Fischerpfad, welcher die abgelegene Ortschaft Caniçal mit der ehemaligen Hauptstadt Machico verbindet. In längst vergangen Zeiten, war dieser Weg eine wichtige Handelsverbindung, zwischen diesen beiden Ortschaften, um mit den an- und abfahrenden Schiffen Handel zu betreiben. Er zählt heute mit zu den schönsten Küstenwanderung der Insel.

Auf unserer rechten Seite schimmert der weite Atlantik, und zu unserer linken Seite überzieht das satte Grün die Landschaft.

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Nach 10 Minuten erreichen wir bereits unseren ersten Energiepunkt:

Während wir bequem sitzen, versuchen wir leise zu sein und ein Spiel mit unseren Sinnen beginnt. Wir schließen die Augen und konzentrieren uns auf die Geräusche, entfernt nehmen wir die Töne der Zivilisation wahr aber sie sind sehr dumpf und weit weg. Näher sind uns die Ziegen, die wir meckern hören. Der Gesang von Landvögeln, wechselt sich mit dem aufgeregten Rufen von Möwen ab, die uns daran erinnern, dass wir auf einer Insel sind und obgleich auf dem Land, doch dem Wasser sehr nahe.

Die Bienen und Hummeln Summen, die Grashüpfer zirpen und zum Teil landen sie auf unserer Haut. Die leichte Berührung, das Kribbeln erweitert unsere Gefühlsebene, unsere Sinne erwachen, wir fühlen jede noch so kleinste Bewegung und selbst die Luft ist greifbar und der Wind streichelt uns über die Haut.

Wir öffnen unsere Augen und betrachten ruhig das Meer - das große Wasser. Es nimmt in diesem Moment den größten Teil unsers Seins ein, es umschließt unsere Gedanken und wir spüren die Kraft. Was passiert in dieser Welt, die uns weitgehend unbekannt ist? Das leichte Rollen der Wellen, vereinzelte Schaumkronen, das Wolkenspiele, all das nehmen wir friedlich wahr.

Wir schließen die Augen und versuchen das gesehene Bild aufzunehmen. Wie ein Bild, das wir in einem Museum oder einer Galerie betrachten, bestaunen wir die Details. Wenn ein Künstler ein Bild zum Teil, mit einem einzigen Rosshaar gemalt hatte, wie genau ist dann das Bild vor unseren Augen entstanden. Mit geschlossenen Lidern versuchen wir, das Gesehene vor unserem inneren Auge zu bestaunen. Gelegentlich blinzeln wir, um es zu korrigieren oder um seine Perspektive zu erweitern.

Wir können diesen Energieort in uns verankern, mit einer Handhaltung, einem Mudra oder einfach, indem wir uns in Gedanken hierher zurückziehen, wenn wir eine Auszeit brauchen. Wir schließen die positiven Gefühle und dieses Bild, tief in unserem Inneren ein und bedanken uns beim Künstler “Natur“.

 

Wir folgen dem alten Fischerweg:

Entlang von Kakteen, verfallen und neue bewirtschafteten Terrassenfeldern schlängelt sich unser Weg gemütlich dahin. Begleitet werden wir immer von der typischen Küsten Flora & Fauna, eher bestehend aus Buschwerk und niederem Bewuchs, als aus dichten Baumbeständen. Das Meer bleibt immer zu unserer rechten, und bietet uns traumhafte Fernblicke. Es ist unser verlässlicher Begleiter. Interessant ist die Bodenbeschaffenheit, Wiese, Erde  und hartes Basaltgestein wechseln sich ab. Wir bleiben bewusst, stehen und suchen uns ein kleines Steinchen. In unserer Hand spüren wir die Wärme, die er uns abgibt – er wurde von den Sonnenstrahlen gekitzelt –wir betrachten es, wir riechen an ihm, wir spüren sein federleichtes Gewicht. Als Erinnerung an unseren Spaziergang, nehmen wir diesen kleinen Stein mit und in Phasen der Müdigkeit, können wir uns selbst daran aufladen. Ein Blick erinnert uns an all die Gerüche, Geräusche und positiven Empfindungen die tief in unserem Geist und in unserem Bewusstsein verankert sind.

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Durch ein Wäldchen aus blühenden Mimosen und Eukalyptus deren Duft wir einatmen, gelangen wir zu einer grünen Wiese. Barfuß betreten wir das weiche Gras und setzen uns darauf, wir lehnen uns zurück und spüren die warme Sonne auf unserer Haut, das Gras kitzelt uns. Wir schließen die Augen und hören die Halme, die sich durch den Wind berühren. Wir atmen bewusst durch die Nase und ruhig in den Bauch. Das Genussatmen bringt uns die verschiedenen Gerüche näher. Wir spüren, dass wir uns nun mit der Energie dieser Gegend auffüllen und eine Luft atmen die reiner nicht sein kann. Mit jeder Ausatmung reinigen wir uns und geben damit alles was uns belastet ab.

Weiter führt unser Pfad, bis wir auf eine Anhöhe, von dort aus kann man einen Hafen und eine Badeanlage sehen, die Geräusche der Zivilisation werden deutlicher aber beeinflussen uns nicht, denn das weite Meer nimmt unsere gesamte Aufmerksam ein. Es schimmert so wunderschön in den unterschiedlichsten Blautönen, dass wir uns ganz leicht und unbeschwert fühlen. Weiter geht es.

Nach dem wir fast zwei Stunden unterwegs sind spüren wir unseren Körper, spüren unsere Muskeln, spüren eine leichte Müdigkeit. Wir sind ausgeglichen und entspannt, aber wir möchten unseren Körper wieder mit Energie versorgen.

Wir öffnen die Hände und recken die Arme wie bei einem Sonnengruß in den Himmel, mit kräftigen Bewegungen, ziehen wir die Energie an uns heran. Anschließend öffnen wir unsere Arme zur Seite und öffnen unser Herz. Ruckartig nehmen wir die Energie des Meeres vor uns auf. Unser Geist ist geöffnet und nimmt die Energie auf, unsere Füße sind verwurzelt mit der Erde.

Beschwingt nehmen wir die letzten 30 Minuten unserer Weges und beenden unsere Tour mit dem überqueren einer alten madeirensischer Steinbrücke. Es geht direkt bergab zum „Praia Natal“. Ein liebevoll eingerichtetes Strandcafé ist unser Pausenplatz. Hier essen wir frisch zubereitetes „Fingerfood“, wie Toasts mit Pesto, Ziegenkäse, Pinienkerne und Honig, etc. Wir schmecken die Vielfalt der Speisen, unsere Zunge variiert die Nuancen der Geschmacksvarianten.

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Die nächste Etappe:

Nun wartet das Meer, das Objekt unseres bewundernden Betrachtens, während unseres Ausfluges. Jetzt spüren wir das Wasser, wir tauchen ein in diese Welt, der Ruhe. Die Schwerelosigkeit, das Gefühl des sich treiben lassen, entspannt unsere Muskeln. Unsere Muskeln fühlen sich ganz leicht an, unser Geist kann nun auch entspannen und loslassen. In dieser Welt unter Wasser sind die Probleme, die uns sonst bewegen weit entfernt. Wir lassen komplett los, los von der Welt dort oben, wir sind im hier und jetzt und hören nur das Rauschen des Wassers.

Wir schmecken das Salz auf unseren Lippen und spüren das frische Nass auf unserer Haut. Wenn wir uns nach dem Abtauchen auf den Rücken drehen, sehen wir die Sonne, die ihre Strahlen zu uns hinunter durch das Wasser schickt. Wenn wir an der Oberfläche liegen und in die blaue Tiefe sehen funkelt das Licht wie ein blauer Diamant und gibt uns Ruhe…….

Ich sitze im Flugzeug und berühre den Stein von unserer Wanderung, ich höre die Ziegen meckern, die Bienen summen und rieche die Mimosen, spüre den Wind auf meiner Haut und schmecke das Salz auf meinen Lippen und während ich in die Weite der geschlossenen Augen blicke, glitzert der blaue Diamant.

 

Nik Linder

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