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GENUSSabTAUCHEN

Meine „Tauchgeschichte“ begann im Herbst 1989

Aus einer spontanen Idee habe ich in Deutschland einen Tauchkurs gemacht, damit ich ein paar Monate später die ersten Unterwassererlebnisse im warmen Ozean Thailands erleben konnte.
Die ersten Erfahrungen im Freiwasser, im herbstlich kalten …..See waren weit entfernt von einem entspannten Genusstauchen entfernt. Es war eisKALT!, wenig Sicht und ich war extrem nervös bei den Aufgaben der OWD Kurs Prüfung. Mein ATEM? Wohl sehr unentspannt, ehr stockend, wenn ich da überhaupt schon das Bewusstsein dafür hatte. Dieses entwickelte sich erst ganz langsam von Tauchgang zu Tauchgang.

Angekommen in den Tropen und dem unglaublich schönen Tauchplätzen vor Koh Pi Pi (damals noch ein kleines Abenteuer, weil das Tauchen und der Tourismus (zum Glück) noch in den Kinderschuhen stand) sprang ich voller Freude und Abenteuerlust das 1. Mal ins türkisblaue, warme Salzwasser. Welch ein Abenteuer, so viele bunte Fische, so wenige Taucher, diese Ruhe unter Wasser. Ein Genuss!

Den Satz „..... die wird auch noch ruhiger unter Wasser.....“ ;) konnte ich damals nicht so ganz verstehen....  ok, ich war wohl der typische „ohhhh ein Fisch.... und auch schon losgepaddelt – hinterher – Taucher“ …. das ist wohl so, wenn einen die Begeisterung packt und noch keine Taucherfahrung vorhanden ist.

UND JA, auch ich bin ruhiger geworden unter Wasser, viele wunderschöne Tauchgänge, an unfassbar schönen Plätzen und Riffen haben sich mir in den folgenden Jahren eröffnet. Ich kann mit Stolz behaupten, dass meine hunderten von Tauchgägen fast immer an anderen Tauchplätzen weltweit stattgefunden haben und somit auch immer neue Herausforderungen und Abenteuer darstellten.

Ganz langsam, mit vielen ganz unterschiedlichen Tauchsituationen, die einen Tauchgänge bieten können, hatte ich die Möglichkeit immer mehr zu entspannen und zu genießen. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass es hier für mich mehr zu entdecken gibt als bunte Fische und Korallenriffe. Es war dieser absolute entspannende Moment, wenn Du ins Wasser eintauchst, schon die ersten 5 Meter, eigentlich ab dem Moment wo die Ohren Wasserkontakt haben. Dieser erstes erste Ausatmen um langsam ins Blaue abzutauchen, die Schwerelosigkeit, es wurde von Mal zu Mal berauschender.

Ich wurde von Tauchgang zu Tauchgang mehr ein „Genusstaucher“! Das Wissen & Bewusstsein, dass dies alles sehr viel mit der Atmung einhergeht kam erst nach und nach...... Die Diskussionen über Luftverbrauch irritierten mich anfangs, weil meiner sehr niedrig war, was jedoch nicht an einer „UW-Sparatmung“ lag. Es gibt ja Ewigkeitsdiskussionen über den Luftverbrauch, schon fast eine Art „Leistungs-Vergleich“, was ich als absoluten  Blödsinn empfinde. Natürlich ist es schön, wenn der Tauchgang weit über die üblichen 60 Minuten hinaus geht. Aber doch bitte ohne „Wettbewerbsgedanken“!

Ein Jeder hat seinen individuellen Atem und auch Atemmuster! Des Weiteren ist es auch immer von der jeweiligen Situation abhängig. Wer behauptet es „stresst“ ihn nicht sich in einer neuen Tauchsituation zu befinden, der ist meiner Meinung nach nicht ehrlich zu sich selber. Jede neue Herausforderung will gemeistert werden, sei es der erste Nachttauchgang, Strömungstauchgang oder die persönliche Tagesform.

Dabei ist es natürlich äusserst hilfreich überhaupt einmal zu erkennen, dass es einen solchen „Stress-Moment“ gibt. Wer seinen Atem, sein Atemverhalten in solch einer neuen Situation erkennt kann auch besser damit umgehen. Es gibt diverse „Atem-Tools“, die einen ganz leicht und sehr schnell in die Entspannung zurück bringen können.

Von Vorteil für Jeden, der sich schon an Land einmal damit auseinandergesetzt hat. Zum Beispiel in einem Atemkurs!

An dieser Stelle springe ich ein ganzes Stück in meiner Taucherfahrungs-Geschichte weiter.... (vielleicht einmal mehr zu der Zeit dazwischen, in einem anderen Blogartikel ;) )

Petra scherm

Inzwischen hatte ich (aus diversen Impulsen heraus) die Ausbildung zur SSI OWD Tauchlererin gemacht. Als es endlich soweit war und ich meine ersten Tauchschüler am Beckenrand des Hallenbades stehen hatte passierte folgendes.....

Nach den entsprechenden „Voreinweisungen“, also bevor die Schüler endlich das 1. Mal im Pool abtauchen durften, sagte ich wohl so etwas wie: „..... Unterwassser könnt Ihr genauso atmen, wie Ihr es an Land auch gewohnt seid....“

Zunächst irritierten mich die fragenden Gesichter einiger Tauchschüler. Als ich dann nachfragte, ob alles in Ordung ist und klar sei, bekam ich Antworten wie diese

„...... mir ist gar nicht klar, WIE ich denn an Land atme.....“

DAS war der Moment, wo ich überlegte, woher das denn kommt und mein Interesse zum Thema Atem – Atmung – Atemverhalten usw. war geweckt. Daraufhin erforschte ich mein eigenes Atemverhalten an Land und UW genauer und noch bewusster. Klar war jetzt für mich auch, dass mein eigenes GENUSSabTAUCHEN sehr, sehr viel mit meiner Atmung zu tun hat!

Petra Scherm

 

Nik Linder

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